Fast alle Tageszeitungen und Illustrierten bringen den astrologischen Kalender, das Horoskop. Etwa 22 Millionen Bundesbürger lesen es eifrig, ohne zu wissen, dass sie dadurch unter einen finsteren Bann geraten.
Die Astrologie tritt mit dem Anspruch auf, eine Wissenschaft zu sein. Sie ist aber keine Wissenschaft, sondern ein künstliches Verfahren, durch Berechnungen unter Benutzung der Sternenwelt Gott vorzugreifen und uns das zu enthüllen, was Er uns in Seiner Weisheit verborgen hat. Die göttliche Bestimmung der Gestirne ist, uns die Zeiten anzuzeigen. Die Astrologie setzt die Sterne zum Herrscher über die Zeiten. Die Astrologie dürfen wir nicht verwechseln mit der Astronomie. Letztere ist eine wichtige Wissenschaft, die uns tiefe Eindrücke in die Herrlichkeit der Sternenwelt und der darin geoffenbarten Macht und Weisheit unseres Gottes gibt.
Die Astrologie hingegen stammt aus dem Heidentum; sie ist uralt und geht auf die Babylonier und Ägypter zurück. Sie sucht aus der Stellung der Gestirne die Geschicke der Menschen zu erforschen. Weil die Himmelskörper auf den Wechsel der Jahreszeiten, auf die Witterung, auf Ebbe und Flut des Meeres einen gewissen Einfluss haben, glaubt man, diesen Einfluss auch auf das Menschenleben übertragen zu können.
Die Astrologie unterscheidet zwischen günstigen und ungünstigen Sternen. Die helle Venus zum Beispiel und der glühende Jupiter sollen zu Glück und Freude verhelfen. Der rötliche Mars hingegen würde auf Blut und Feuer deuten.
Anhand von astrologischen Tabellen stellt man fest, wie am Geburtstag eines Menschen die Planeten zueinander und zu den Bildern des Tierkreises gestanden haben, und man behauptet, daraus das Schicksal des betreffenden Menschen angeben zu können.
Wir aber müssen sagen, dass es eine große Torheit ist, daran zu glauben. Wir müssen nicht einmal den Versuch unternehmen, die Astrologen zu widerlegen, das besorgen sie schon selbst.
Wir glauben: Nicht die Sterne regieren unser Leben, sondern Gott, der im Himmel thront.
denn sie ist Misstrauen gegen Gott. Sie will Einblick in die Zukunft des Menschen vermitteln, was Gott ausdrücklich untersagt hat, und sie betrügt den Menschen.
Gott hat uns verboten, mit Hilfe der Astrologie in die Geheimnisse der Zukunft einzudringen, Er spricht vielmehr: "Ihr sollt nicht der Heiden Weise lernen und sollt euch nicht fürchten vor den Zeichen des Himmels, wie die Heiden sich fürchten" (Jeremia 10, 2).
Wer diesen Weg geht, verfällt dem Gericht Gottes und kommt unter den Bann des Teufels. Dazu heißt es in 3. Mose 20, 6: "Wenn ein Mensch sich zu den Sterndeutern wenden wird, dass er ihnen nachfolgt, so will ich mein Antlitz wider ihn setzen, und will ihn ausrotten." Wer es dennoch tut, der steht unter dem Fluch, denn so spricht der HERR: "Verflucht ist der Mann, der sich auf Menschen (Astrologen) verlässt und hält Fleisch für seinen Arm, und mit seinem Herzen vom HERRN weicht" (Jeremia 17, 5).
Wegen der Zauberei, dem Wählen von Tagen und dem Deuten von Zeichen hat Gott einst die Kanaaniter aus ihrem Lande vertrieben. Der Untergang mächtiger Weltreiche muss auf das Konto der Abgötterei geschrieben werden. Den Einwohnern von Babel wird zum Beispiel gesagt: "Lass hervortreten und dir helfen die Meister des Himmelslaufs und die Sterngucker, die nach den Monden rechnen, was über dich kommen werde. Siehe, sie sind wie Stoppeln, die das Feuer verbrennt: sie können ihr Leben nicht erretten vor der Flamme ..." (Jesaja 47, 13+14).
Sollten da die modernen Zeichen- und Zukunftsdeuter nicht aufhorchen? Gott wird das Verachten Seiner Herrschaft nicht ungestraft lassen.
Der astrologische Aberglaube ist viel schlimmer als jeder andere und wirkt verheerend unter unserem Volk. Die Zunahme der Astrologie ist immer als eine Begleiterscheinung des Zerfalls eines Volkes anzusehen.
Nach dem Ersten und ganz besonders mit dem Zweiten Weltkrieg nahm die Astrologie in Europa einen großen Aufschwung. Rund 22 Millionen Deutsche lesen regelmäßig ihr Horoskop in Zeitungen und Illustrierten. 15 Millionen "glauben", dass ihre Zukunft in den Sternen steht und 8 Millionen richten sich sogar nach ihrem Horoskop. Die Zahl der Horoskope in der deutschen Tages- und Wochenpresse werden von der "Deutschen Gesellschaft zum Schutz vor Aberglauben" auf 2 Milliarden geschätzt. Selbst auf der Verpackung von Schokolade und Zuckerwürfeln kann man Horoskope finden.
Wo man vom lebendigen Glauben abfällt, blüht die Astrologie, und gehen die Völker zugrunde.
Deshalb: Hände weg von der Astrologie!
Zwei Beispiele sollen uns zeigen, was für Folgen solch gefährliches Spiel haben kann:
Frau M. erschien bei der Polizei und gab an, dass sie ihren Sohn erschossen habe. Die Nachforschungen bestätigten diese Selbstbeschuldigung. G. M. lag mit einem Kopfschuss tot im Bett. Beim Verhör sagte Frau M., sie habe ihrem Sohn das Horoskop stellen lassen und daraus erkannt, dass er nie wieder in den vollen Besitz seiner Geisteskräfte gelangen würde. Eine furchtbare Zukunft hätte sie für ihn vorausgesehen. Seitdem sie das gewusst habe, wäre ihr oft der Gedanke gekommen, auf irgendeine Art ihren Sohn von seinem angeblich furchtbaren Schicksal zu befreien.
Wir fragen uns, wer war der Mitschuldige an diesem schrecklichen Ereignis? Es war der Astrologe, der das Horoskop gestellt hat.
Ein anderer Fall: Ein junger Beamter hatte seine schriftliche Examensarbeit abgegeben und war sehr beunruhigt über ihre Beurteilung. Er ließ sich deshalb ein Horoskop über seine Arbeit stellen. Die Auskunft war sehr betrüblich. Der Gedanke, das Examen nicht zu bestehen, nahm ihm die letzte Lebensfreudigkeit. Was tat er? Er beging Selbstmord. Nach einigen Tagen stellte sich heraus, dass die schriftlichen Arbeiten sehr gut waren. Das Horoskop hatte also gelogen.
Auf Horoskope hin schließen abergläubische Menschen ihre Ehe, wie uns folgende Heiratsinserate zeigen:
Ein Mann aus der Jungfrau, 1,90 groß, sucht Lebensgefährtin, Löwe-, Stier- oder Steinbock-Geburt.
Eine junge im Stier Geborene will Freundin werden von einem 37 Jahre alten Herrn, geboren in der Jungfrau.
Sollte man über solche Heiratsgesuche lachen? - Nein. Solch ein Heidentum lässt uns mit dem Propheten sprechen: "Wehe dem sündigen Volke, dem schuldbeladenen Geschlecht! Same der Übeltäter, Kinder des Verderbens! Sie haben den Herrn verlassen, den Heiligen Israels gelästert, ihm den Rücken gewandt" (Jesaja 1, 4).
Es gibt Firmen, die mit den Gesuchen der Stellenbewerber zu einem Astrologen gehen und sich dort erkundigen, wer von den Bewerbern der Rechte ist. - Arme Menschen, die sich auf diesem Wege ihr Personal beschaffen.
Das Erschütternde bei der Astrologie ist, dass sich viele Menschen in der Regel von der bekommenen Zukunftsdeutung total abhängig machen. Sie erleben keine frohe Stunde mehr.
Dazu wird noch viel Geld für diese Sünde zum Fenster hinausgeworfen, das besser für die Familie verwendet würde.
Kein Mensch muss länger der Astrologie dienen, und in Furcht und Sorge dahingehen.
Jesus ist gekommen, um die Werke des Teufels zu zerstören. Er hat auf Golgatha für die Sünden Sein Blut vergossen. - Auch für die Sünde der Astrologie.
Bekenne IHM deine Sünde. Bitte um die Befreiung von der finsteren Macht, die durch die Astrologie über dein Leben gekommen ist.
Jeder Aberglaube kann nur durch den rechten Glauben überwunden werden, der uns in Christus geschenkt wird.
Werde ein ganzer Christ, indem du bewusst in die Lebensgemeinschaft mit Christus trittst. Gott hat es für richtig befunden, die Zukunft des persönlichen Lebens und die Zukunft der Völker zu verhüllen. Es steht für mich fest, dass Er das in Seiner weisen Absicht getan hat.
Was wir aber über die Zukunft wissen dürfen, das sagt ER uns in Seinem Wort, der Bibel. Darin bekundet Christus, dass die Zukunft derer, die IHM das Leben übergeben haben, herrlich sein wird; dass die Gläubigen einmal Erben Gottes und Miterben Christi sein werden, dass sie den Herrn Christus sehen und Ihm gleich sein werden, dass sie einmal mit der Krone des Lebens gekrönt werden.
Was die Geschichte der Völker angeht, so wissen wir aus der Bibel, dass hinter all dem Dunkel der Gegenwart, hinter all der Not und Trübsal der Zeit leuchtend der Tag der Wiederkunft Jesu steht. An diesem Tage wird die Welt erleben, dass Jesus der große Sieger ist und dass Er das letzte Wort sprechen wird.
Damit sollen wir uns begnügen. Das muss für uns genug sein.
Deshalb: Hände weg von der Astrologie!
Diesen Weg wirst du nie bereuen!
H. Müller