Steht das Glück in den Sternen?

Die Wahrheit über Horoskope und Astrologie

Die Astrologie ist heute sehr weit verbreitet. Viele Menschen suchen Hilfe und Orientierung nicht bei Gott und in seinem Wort, der Bibel, sondern in den Sternen und in ihrem Horoskop. Was steckt dahinter? Ist Astrologie wirklich eine Lebenshilfe, wie Illustrierte und Fernsehshows behaupten?

Die Astrologie beruht auf folgenden Grundlagen: Planeten sind wirkende Mächte (mythisches Weltbild). Die Erde steht im Mittelpunkt der Welt; um sie herum sind sieben Sphären mit den Planetenbahnen und eine achte Sphäre mit den Fixsternen (ptolemäisches Weltbild). Eigenschaften und Wirkungen der Planeten erkennt man an ihrer Farbe und Bahngeschwindigkeit (z.B. Mars: rötlich und schnell = Krieg; Saturn: trübe und langsam = Unglück). Die 12 Tierkreiszeichen sind die Sternbilder, durch welche die Sonne im Laufe des Jahres (scheinbar) ihre Bahn zieht. Auch ihnen werden Eigenschaften zugeschrieben (Löwe macht leidenschaftlich, Stier kräftig und erdgebunden usw.).
Schicksalbestimmend für jedes Lebewesen ist nun nach Ansicht der Astrologen, in welchen Winkeln die Sterne im Augenblick seiner Geburt zueinander stehen. Stehen sich z.B. Saturn und Mars im rechten Winkel gegenüber, so bedeutet dies Unglück im Krieg (ein solches Horoskop stellten Astrologen Adolf Hitler). Nun kann man durch die Lehre von den "Direktionen" angeblich auch den Zeitpunkt eines Ereignisses bestimmen: Jeder Tag nach der Geburt entspricht einem Jahr. Tritt etwa Venus (=Liebe) 20 Tage nach der Geburt in das Sternbild Stier (=Fruchtbarkeit), so bedeutet das Glück in der Liebe im 20. Lebensjahr. Doch die Astrologen sind vorsichtig, indem sie sagen: "Die Sterne nötigen nicht, sie machen nur geneigt. Aber es gibt auch zwingende Konstellationen."
Nun ergeben sich allein schon aus naturwissenschaftlicher, insbesondere astronomischer Sicht zahlreiche Einwände gegen die Astrologie. Ich nenne in Kürze nur die folgenden:

Aus christlicher Sicht ist zur Astrologie zu sagen: Sie verwechselt die Schöpfung mit dem Schöpfer (vgl. Römer 1, 25). Sie befragt die Sterne und den Kosmos, um etwas über den Menschen zu erfahren, statt sich auf Wort und Willen Gottes zu verlassen. Sie ist damit - auch in ihrer wissenschaftlich verbrämten Form - Aberglaube, das heißt: Glaube an Gott vorbei und folglich gegen Gott. Ihre "Prophezeiungen" sind Falschprophetien mit gelegentlichen Zufallstreffern aufgrund menschlicher Kombination und Spekulation oder dämonischer Inspiration.
Die Bibel lehrt uns, dass die Sterne keine Götter sind, die Einfluss auf das Schicksal von Erde und Mensch nehmen könnten, sondern "Lampen". Gott hat sie zur Beleuchtung sowie zur Regelung des Zeitrhythmus und der Navigation geschaffen, aber sie besitzen aus sich selbst heraus keine Macht (1. Mose 1, 14-18; Jesaja 47, 13 f.; Jeremia 10, 2 f.).
Der Mensch meint, Informationen von den Sternen zu erhalten, doch in Wahrheit bekommen durch diesen Aberglauben die Dämonen die Möglichkeit, auf ihn einzuwirken. Er wird um sein Seelenheil betrogen.
Ferner ist der Mensch nicht nach dem Ebenbild des Kosmos geschaffen, sondern nach dem Ebenbild Gottes des Schöpfers (1. Mose 1, 27).
Der Lebensweg des Menschen ist nicht in den Sternen vorgezeichnet, sondern im Plan Gottes, der der lebendige Gott ist und ganz andere Wege führen kann, als die Sterne es "erahnen" lassen (Psalm 139). "Wie unerforschlich sind Gottes Wege!" (Römer 11, 33).
Astrologie ist - wie jede Form des Aberglaubens - ein Versuch des Menschen, sich selbst zu steigern, über seine Grenzen hinauszukommen. Der Mensch gelangt so aber nicht zu Frieden und Erlösung, sondern gerät in die Hände von Betrügern, Geschäftemachern und Scharlatanen, ja oft von dämonischen Mächten. Diese reden ihm ein, er könne wissen und sein, was allein Gott vorbehalten ist (1. Mose 3, 5).
Außerdem ist die Astrologie (wie jede andere abergläubische Praktik) deshalb abzulehnen, weil sie zum Fatalismus (Schicksalsergebenheit) und Eudämonismus (pflichtvergessenes Glücksstreben) führt. Wir sollen aber nicht egoistisch unser Glück in den Sternen suchen und uns ihnen "ergeben", sondern unserer Pflicht nachkommen und in Nächstenliebe für andere da sein. Nur Gott kann Grund und Ziel unseres Vertrauens sein.
Allen, die sich auf Horoskope, Talismane, Maskottchen, Hellseher, Zauberer u.ä. verlassen, ist mit dem Apostel Paulus zuzurufen: "Als wir unmündig waren, waren wir in der Knechtschaft der Elemente der Welt. Nun aber, da ihr Gott erkannt habt, ja vielmehr noch: von Gott erkannt seid - wie wendet ihr euch denn wieder zu den dürftigen und schwachen Elementen, denen ihr von neuem dienen wollt?" (Galater 4, 3+9). Und beim Propheten Jesaja heißt es: "Es sollen hertreten und dir helfen die Meister des Himmelslaufs und die Sterngucker, die an jedem Neumond kundtun, was über dich kommen werde! Siehe, sie sind wie Stoppeln, die das Feuer verbrennt, sie können ihr Leben nicht erretten vor der Flamme Gewalt. Denn es wird nicht eine Glut sein, an der man sich wärmen, oder ein Feuer, um das man sitzen könnte" (Jesaja 47, 13 f.).

Astrologie ist Zeichendeuterei und für Gott ein Gräuel (vgl. 3. Mose 20, 27; 5. Mose 18, 9-14; Kolosser 2, 8). Der Mensch gelangt so nie zum Frieden, sondern endet in der Gottesferne und ewigen Verlorenheit. Wahren Frieden und Erlösung erlangt der Mensch nur durch den Glauben an Jesus Christus, den Sohn Gottes, der am Kreuz von Golgatha sein Leben hingegeben hat. Wir können dieses Opfer in Anspruch nehmen, indem wir uns in aufrichtiger Buße zu Gott wenden, Ihm unsere Sünden bekennen und Jesus Christus als unserem Erlöser und Herrn vertrauen.
"Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern das ewige Leben hat" (Johannes 3, 16).

Dr. Lothar Gassmann

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