Alle Herrlichkeit der Menschen
blühet und verdorrt wie Heu,
welket wie des Grases Blume,
und nichts bleibet frisch und neu.
Was die Welt dir auch mag geben,
stirbt dahin mit deinem Leben.
Ist denn nichts auf dieser Erde,
was im Tode bei uns bleibt,
was im Sterben nicht vergehet,
was im Grab kein Wurm zerreibt?
Ist kein einz'ger Stern zu finden,
der ein ewig Licht möcht' finden?
Gottes Wort ist unsre Sonne,
unsers Lebens helles Licht;
Gottes Wort, bleibt auch im Tode
unsre feste Zuversicht,
unser Stab und unser Stecken
durch das finstre Tal der Schrecken.
Erd' und Himmel wird vergehen
und veralten wie ein Kleid;
Gottes Wort, das heil'ge bleibet
fest in alle Ewigkeit.
Und wenn Erd' und Himmel bricht,
Gottes Wort vergehet nicht!
Gott sei Dank! im Todestale
rauscht ein Strom, der nie versiegt,
steht ein Baum mit Lebensfrüchten,
gibt's ein Wort, das nimmer lügt,
eine Blum' die nicht verblühet
und ein Licht, das nicht verglühet.