Glauben und Werke

Durch Glauben wird der Mensch gerecht
und nicht durch gute Werke!
Der Mensch, aus sündigem Geschlecht,
schafft's nie mit eigner Stärke.
Und wirkest du
auch immerzu,
du fändest dennoch keine Ruh';
Dies, lieber Freund, dir merke!

Die eigene Gerechtigkeit,
auf die sich viele stützen,
nennt Gottes Wort ein schmutzig' Kleid;
Sie kann dir gar nichts nützen.
Vor dem Gericht
in Gottes Licht,
da retten "gute Werke" nicht
und können dich nicht schützen!

Doch sieh, für uns, die ungerecht,
starb Christus, der Gerechte,
trau ganz dem Werk, das Gottes Knecht
am Kreuz vollbracht für Schlechte.
Oh, dann verleiht
dir Gott das Kleid
der göttlichen Gerechtigkeit,
das reine, einzig rechte!

Und bist durch Glauben du gerecht,
so tu viel gute Werke,
ja, halte dann als Christi Knecht
damit nicht hinterm Berge;
Tu sie mit Fleiss
und zum Beweis,
dass jedermann, zu Gottes Preis,
am Werk den Glauben merke!

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