Lautre Gottesliebe,
nimm mich gänzlich ein,
schenk mir reine Triebe,
hellen Sonnenschein!
O, wenn du mein Leben
so von Grund erneust,
sei dir Preis gegeben,
dass du mich erfreust!
Lautre Gottesliebe,
mich verlangt nach dir,
denn es ist gar trübe
im Gewühle hier;
ach, die Menschenherzen
sind entsetzlich kalt,
die dein Heil verscherzen,
deine Huldgestalt.
Lautre Gottesliebe,
lass, o lass nicht ab,
ob statt Dank man Hiebe
dir zum Lohn oft gab;
fahre fort zu locken,
ziehe Herz um Herz,
eh' sie sich verstocken,
zu dir himmelwärts!