O lasset uns doch lieben wie Jesus einst geliebt!
Der nie jemand betrübt und Fried' und Freude gibt.
O reine wahre Liebe, der Gab' aus Himmelshöhn,
die Gottes Kinder zieret und macht das Leben schön.
Wie hoch ist sie gepriesen, die Lieb' von Gottes Thron,
nichts kann sie jemals trüben, der Geistesfrüchte Kron.
Ein rein Gefäß darinnen sich alles Gute birgt.
Die Herzen kann gewinnen, wenn sie im Geiste wirkt.
Der Glaube wird aufhören, die Hoffnung wird vergeh'n,
wenn alles untergehet, die Liebe bleibt besteh'n.
Die höchste Gab' vom Himmel ist Lieb' in Jesu Christ,
die uns im Weltgetümmel von Gott gegeben ist.
O möchten wir verstehen was wahre Liebe ist,
wer seinen Bruder schmähet ist in der Liebe nicht.
Wer mit dem Mund bekennet und lieblos ist das Herz,
der wie 'ne Schelle klinget und tönet wie das Erz.
Wie mahnet der Apostel: "Ihr Kindlein liebet euch",
bringt gerne jedes Opfer und werdet Jesu gleich.
Auch höret noch ihr Lieben was Jesus zu uns spricht:
"Wer mein Gebot erfüllet der wandelt in dem Licht."
So lasset uns nun lieben wie uns der Herr es heißt,
uns täglich darin üben am Bruder allermeist-.
Dass wie wir selbst gern wollten ihm möchten immer tun,
dann Gottes Wohlgefallen, wird sicher auf uns ruh'n.