Christus bleibt

Will die Welt dir Unruh machen,
denke, dass einst alles Leid
sich verwandeln muss in Lachen
in der großen Herrlichkeit.
Christus bleibt mit Seinem Frieden;
Er stillt allen Sturm hienieden.

Und wenn Not und aller Jammer
bergehoch sich um uns häuft,
dass beim Fleh'n in stiller Kammer
heiß das Auge überläuft:
Christus bleibt und lässt uns nicht,
wie Er selbst es uns verspricht.

Geh'n wir hier auch unter Tränen
manchen trübsalsdunklen Pfad,
ach so streckt sich unser Sehnen
nur noch mehr nach Jesu Gnad'.
Er bleibt ja in unserm Herzen,
scheidet uns von Angst u. Schmerzen.

Einst muss ja die ganze Erde
in dem Weltbrand untergeh'n,
und es sollen selbst die Himmel
wie ein matter Hauch verweh'n.
Christus aber, unser Hort,
bleibt bei uns in Seinem Wort.

Christus bleibt, wenn zum Scheiden
uns das letzte Stündlein ruft;
Menschen mögen uns begleiten
nur bis an des Grabes Gruft;
aber unsres Heilands Hand
führt uns bis ins Heimatland.

Darum lasst uns willig tragen,
was der Herr uns auferlegt,
bis Er uns dorthin getragen,
wo kein Leid das Herz bewegt.
Christus bleibet Halt und Hort,
öffnet uns die Himmelspfort.

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