Die Zeiten kommen, die Zeiten geh'n,
und durch des Sommers reichste Pracht
zieht leise schon ein sehnend Fleh'n,
ein heiß Verlangen ist erwacht.
Was säumst du, Herr, in deinem Lauf,
wann trittst du endlich als König auf?
Dass Erd' und Himmel kommt zu Hauf,
o Jubelruf, wenn der König kommt!
Alle Herzen erheben sich,
der Ruf erbraust, der König kommt.
Durch Berg und Tal tönt's mächtiglich,
dass ihm allein die Krone frommt.
Ihr Schläfer auf und macht ihm Bahn!
Ihr Sänger, stimmt das Brautlied an!
Die Leidenszeit ist abgetan.
Wie wird es sein, wenn der König kommt?
Hört der Erlösten Ehrensang.
Sie preisen den, der sie vom Fluch befreit.
Ihr sehnsuchtsvolles: "Herr, wie lang?"
Verwandelt sich in Seligkeit.
Die Engelsbotschaft laut ertönt:
auf Berg, im Tal, durch Flur und Wald.
Die Freudenkunde, sie erschallt.
Wie wird es sein, wenn der König kommt?
Des Herrn Gemeind', mit neuem Glanz geschmückt,
wie eine Braut sie steht.
O, ihr König, einst im Dornenkranz,
regiert in Macht und Majestät.
Zu seinem Thron der König kehrt.
O, Davidssohn, sei hoch geehrt!
Zu seinen Füßen liegt die Erd'.
Wo wirst du sein, wenn der König kommt?
Auf Brüder, steht auf Manneswacht!
Es dämmert fern im Osten schon.
Habt auf des Himmels Banner acht.
Es tobt der Kampf; es naht die Kron'.
Die Stunde des Gerichts bricht an.
Du findest keine Gnade dann.
O hör' doch heut, was ewig frommt!
Wo wirst du sein, wenn der König kommt?