Bald wird Christus wiederkommen

Dunkle Wetterwolken ziehen
drohend über diese Welt,
und der Mensch, beherrscht vom Bösen,
große Macht in Händen hält.

Finst're Geister aus dem Abgrund,
wissend, dass sie wenig Zeit,
greifen nach des Menschen Seele,
bringen Angst und Not und Leid.

Taumelnd huld'gen Millionen
ihren Götzen ohne Zahl,
fragen nicht nach Gottes Willen,
beten an den großen Baal.

Krieg, Empörung, Hass und Schrecken
diese Welt in Angst versetzt,
und der ew'ge Widersacher
sie in das Verderben hetzt.

Während donnernd die Raketen
Menschen fern ins Weltall tragen,
hört man freche Spötter reden,
die nicht mehr nach Jesus fragen.

Stolz verhöhnen sie den Einen,
der die Welt, das All erschuf,
hören nicht des ew'gen Vaters
liebevollen Gnadenruf;

Sehen nicht, dass Flammenzeichen
schreckliche Vernichtung künden,
schwelgen trunken im Genusse,
lassen nicht von ihren Sünden.

Laut verkünden töricht Weise,
dass die Schrift, die Gott gegeben,
sei Legende, nicht die Wahrheit,
der es gelte nachzuleben.

Christen werden lau und träge,
Weltgeist sie gefangen hat.
Sie vergessen Wachen, Beten,
fühlen sich gar wohl und satt. -

Noch kann jeder Gnad erlangen,
volles, freies, ew'ges Heil.
Wenn er kommt zu Jesu Kreuze,
wird Vergebung ihm zuteil.

Bruder, Schwester, streckt die Hände
gläubig aus zur ob'ren Welt,
wo der ewig güt'ge Vater
seine Arme offen hält.

Bald wird Christus wiederkommen,
groß in Macht und Herrlichkeit,
um die Seinen heimzuholen
in die sel'ge Ewigkeit.

- Adolf Schell -

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