Bald werden wir vor ihm erscheinen,
vor Jesu, als dem Herrscher aller Welt;
die Treuen werden nicht mehr weinen,
weil sie zur Seligkeit sind auserwählt.
O Heiland, gib, dass ich zur Rechten steh'
und ich nicht mit der Welt einst untergeh'!
Wie mancher Bruder wird dann sagen:
Im Leben hab' ich doch viel Gut's getan!
Dann wird der Heiland nicht mehr fragen,
er schaut und siehet dann das Herze an.
O wehe, wenn der Heiland zu dir spricht:
Weich' von mir, denn ich weiß und kenn' dich nicht!
Die Sel'gen gehen ein zur Wonne,
die dann von Ewigkeit, ja ewig währt;
da scheinet Jesus als die Sonne,
wir sind beim Vater, der uns hat verklärt.
O Jesu, welche süße Himmelslust,
zu ruhen aus bei dir an deiner Brust!
Dort fall' ich, Heiland, dir zu Füßen,
und bete an dich, Herr, in Ewigkeit;
du zeigest dann mit Liebesgrüßen
und sprichst: Mein Sohn, ich habe dich befreit!
Die Sel'gen singen dort am Himmelsthron:
Halleluja dem Vater, Geist und Sohn!
- Gottlieb Martin -