Inzwischen ist es im Gudschi-Land wieder grün, der Mais steht kniehoch. Viele haben für Regen gebetet - Gott hat erhört. So wechseln Freud und Leid. Einmal im Monat sammeln die Gudschi-Christen Lebensmittel für ihre 20 Evangelisten. Jeder gibt, was er kann: Mais, ein Huhn, Eier, Butter, Milch. Dajasu und Lello brachten sogar ein Kalb ...
Sie sind ein armes Ehepaar. In der Trockenzeit verarmten sie noch mehr. Eines Tages besaßen sie nur noch eine einzige Ziege. Da baten sie den Herrn um Hilfe. Ihre Ziegen vermehrten sich wieder prächtig - bald konnten sie diese gegen eine Kuh eintauschen. Dankbar versprachen sie Gott im Gebet, dass ihm das erste Kalb dieser Kuh gehören sollte. Groß war die Freude, als das Kalb geboren wurde. Dajasu zog es liebevoll für den Herrn groß.
Doch ihre Kuh starb, kurz bevor das zweite Kalb zur Welt kam. Was sollten sie jetzt tun? Das Kalb war nun ihr einziges verbliebenes Haustier. Sollten sie ihr Gelübde halten und Gott das Tier zur Verfügung stellen? Wovon sollten sie dann leben? Während sie ihr Tier streichelten und dabei den Ältesten überließen, erzählten sie unter Tränen, wie Gott ihnen immer wieder geholfen hatte. Die Gemeinde war tief bewegt vom tatkräftigen Glauben dieser Christen.
Dajasu ist heute als Evangelist in Golbo tätig, einem Ort im unwegsamen Tiefland, drei Tage Fußmarsch von seiner Heimatgemeinde entfernt. Dort sind Malaria und andere Tropenkrankheiten an der Tagesordnung. Wir sind dankbar für Mitarbeiter wie Dajasu und Lello. Sie vertrauen dem
Herrn, dass er sie auf ihren entbehrungsreichen und gefahrvollen Wegen zu noch unerreichten Dörfern bewahrt, wo sie vielen Menschen von Jesus weitersagen.